Photo by Pixabay from Pexels

Nach einem langen und erfolglosen Meeting fragte mich einmal ein Ex-Kollege aus Spanien, ob ich wüsste, was man über die Deutschen sagen würde. Ich verneinte und er erklärte, dass man sagt, die Deutschen würden die besten Pläne machen. Aber wenn diese nicht gelingen, dann suchen Deutsche erstmal nicht nach einer alternativen Lösung, sondern streiten sich lieber ewig darüber, was an dem Plan falsch war und kommen da auch nicht mehr heraus.

Naiv mag man denken, dass es gut ist, aus Fehlern zu lernen und dadurch zukünftige Pläne besser zu machen. Aber die Sache hat mehrere Haken:


Photo by Karolina Grabowska from Pexels

Unter den Eindrücken der Bilder aus den Nachrichten über den Angriff auf das Capitol in Washington D.C. kann ich gerade nicht anders, als meinen Arbeitsstart heute etwas nach hinten zu verschieben und meine Gedanken aufzuschreiben.

Ich kann nicht direkt zur Normalität eines Arbeitsalltags übergehen, wenn in einem demokratischen Land, Recht und Ordnung und die grundsätzlichen Spielregeln eines zivilisierten und vernünftigen Zusammenlebens mit Füßen getreten werden. Angestiftet von einem polarisierenden und naiven Menschen, dem ich gar nicht Dummheit vorwerfen möchte, sondern vielmehr eine triviale, instinktive und animalische Lust auf Geltung, Einfluss und Macht.

Donald Trump hat es schon lange geschafft, simple…


Es war einmal ein kanadisches Eisenbahnunternehmen. Es war erfolgreich und transportierte Personen und Waren von Ost nach West und zurück. Das Unternehmen wuchs und optimierte sein Personal und seine Züge und seine Strecken. Der Erfolg führte zu großer Zufriedenheit bei dem Unternehmer und seinen Mitarbeitern. Sie alle waren Eisenbahner und das war gut so. Schließlich war man ihm Eisenbahn-Business und das liebte man.

Jahre später war von dieser Eisenbahngesellschaft nicht mehr allzu viel übrig. Weniger Personen und weniger Waren wurden befördert. Die Kosten waren zu hoch, Personal wurde entlassen, Strecken wurden stillgelegt. Aber warum? Das Unternehmen dachte, es wäre im…


Egal ob beim Dokumentieren von Design oder Architektur von Software, beim Dokumentieren interner Prozesse oder, ganz Allgemein, beim Dokumentieren von Entscheidungen, meistens werden gravierende Fehler gemacht.

Zwei davon stechen besonders hervor:

1. Die Frage nach dem Adressaten der Dokumentation wird nicht gestellt.
2. Es wird nur das Endergebnis festgehalten.

Der erste Fehler führt potentiell dazu, dass die Dokumentation nie ernsthaft herangezogen wird: Für den Einen fehlen wichtige Details, der Andere vermisst die Einführung bzw. das Gesamtbild, für den Einen ist die Sprache zu technisch, dem Anderen nicht technisch genug, der Entwickler hat weiterhin noch viele offenen Fragen, als Endkundendokumentation taugt…


Walter White, alias Heisenberg, und James McGill, alias Saul Goodman, sind die Hauptcharaktere aus „Breaking Bad” und deren Spin-Off Serie „Better Call Saul”. Kaum eine Serie hat mich so begeistert, wie diese beiden. Ihre enge Verwandtschaft zeigt sich nicht nur im Drehbuch sondern auch in der gesamten Aufmachung.

So wie sich in „Breaking Bad” Walter White von einem durchschnittlichen Familienvater zum Drogenboss mit dem Namen „Heisenberg” entwickelt, so verwandelt sich James McGill aus dem Schatten des übermächtigen Bruders und Anwaltes zu einem gerissenen juristischen Taktiker, der schließlich als Saul Goodman firmierend, juristischen Rat für Kriminelle aller Art erschwinglich macht.

In…


“Das gemeinsame Interesse von Gesundheit und Wirtschaft: Eine Szenarienrechnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie” https://www.ifo.de/DocDL/sd-2020-digital-06-ifo-helmholtz-wirtschaft-gesundheit-corona_1.pdf #coronavirus


Photo by Markus Spiske from Pexels

In Deutschland ist das Robert Koch Institut die offizielle Institution, die für “Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten, insbesondere der Infektionskrankheiten” als Kernaufgabe hat (https://www.rki.de/DE/Content/Institut/institut_node.html).

Dieser Tage veröffentlicht es wesentliche Eckdaten der Entwicklung der COVID-19 Pandemie. Darunter befindet sich auch das “Epidemiologisches Bulletin”. In der Ausgabe 17/2020 (https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/Ausgaben/17_20_SARS-CoV2_vorab.html) sind ein paar der ergriffenen Maßnahmen tabellarisch zusammengefasst. Wie eventuell noch aus der Erinnerung bekannt, wurden am 09. März in verschiedenen Bundesländern Großveranstaltungen (über 1000 Personen) abgesagt. Am 23. März begann das bundesweite Kontaktverbot in verschiedenen landes-individuellen Ausprägungen.

Im selben Bulletin wird die zeitliche Entwicklung der “Reproduktionszahl R” seit Anfang März skizziert…


Nun, in Zeiten von Corona, in denen sich viele Personen nicht mehr physikalisch in Büroräumen treffen, ist es sehr wichtig, nicht automatisch die Dinge einschlafen zu lassen, die scheinbar nicht mehr möglich sind, sondern bewusst Abläufe und Vorgehensweisen am Leben halten, auch wenn sie gerade nicht mehr einfach zu realisieren sind.

Gian Cescon @ Unsplash

“In Zeiten von Corona, auch bewusst “virtuelle Kaffeepausen” mit anderen Personen abhalten”, ist also nur ein Beispiel. Einfach mal reflektieren, welche Gewohnheiten man, eventuell sogar unbewusst, nicht mehr macht und dies hinterfragen, ist ein Anfang.

“My Secret Leveling-Up Weapon: Coffee Meetings” by @Amitch5903 https://blog.usejournal.com/my-secret-leveling-up-weapon-coffee-7f439c4c1b0d #coronavirus #teamwork


Loslassen! Ein neuer Aufguss des Themas „wie führe ich?”.

Am besten beginnt man mit Loslassen und rückt davon nie wieder ab. Loslassen bei der Umsetzung einer Aufgabe. Die Aufgabe schlüssig von Angesicht zu Angesicht vermitteln, so dass die Intention allen Beteiligten glasklar wird. Dabei nicht über die Umsetzung reden oder zumindest nicht einmischen, wenn die Mitarbeiter in Details der Umsetzung einsteigen. Loslassen!
In der Umsetzungsphase die Mitarbeiter unterstützen, coachen und ihnen als Mentor begegnen. Sie sind die Spezialisten, die die Probleme lösen sollen und können. Daher wurden sie eingestellt.

It doesn’t make sense to hire smart people and then tell…


„Probieren geht über studieren”, das wussten schon unsere Großeltern. Recht kühn, naiv und eigentlich auch unreif, fand ich dieses Sprichwort immer. Es widersprach aber vor allem meiner sicheren Überzeugung, die ich als Teenager hatte, dass man immer einen Plan braucht. Natürlich sogar einen sehr guten Plan und nicht nur irgendeinen. Woher hatte ich diese Überzeugung? Als Jugendlicher habe ich mir viele Bücher über die Pharaonen und das alte Ägypten reingezogen. Ebenso über die Schifffahrt bzw. vor allem eigentlich über Schiffswracks und wo sie gefunden wurden und wie sie gesucht wurden und was man aus ihnen über den Unglückshergang erfahren konnte…

Wolfgang Römer

Product Owner, Scrum Master und Software Developer

Get the Medium app

A button that says 'Download on the App Store', and if clicked it will lead you to the iOS App store
A button that says 'Get it on, Google Play', and if clicked it will lead you to the Google Play store